Phänomen und Form

“Interferenz der Zeit – Materie im Lichtstrom“

Das Konzept

Die Fotoserie „Interferenz der Zeit“ untersucht das Spannungsfeld zwischen der Beständigkeit materieller Körper und der Flüchtigkeit optischer Erscheinungen. Im Zentrum steht die Frage, wie physikalische Phänomene – namentlich Lichtbrechung (Refraktion) und Farbzerlegung (Dispersion) – die Wahrnehmung von statischen Formen dekonstruieren und neu ordnen.

Die Umsetzung

Als Bühne dient eine schwarze Acrylglasplatte, die durch ihre totale Absorption und gleichzeitige Spiegelung einen neutralen, raumlosen „Void“ schafft. Auf dieser Ebene interagieren geometrische Glaskörper (Prismen, Sphären, Pyramiden) mit kontrollierten Lichtquellen.

Die künstlerische Intention

Die Serie bricht die funktionale Identität der gläsernen Objekte auf. Sie sind nicht mehr bloße Werkzeuge, sondern werden zu Formgebern des Immateriellen. Während die Materie starr bleibt, wandelt sich das Phänomen durch Bewegung, Interferenz und chromatische Aberration. Das Ergebnis ist eine visuelle Analyse der physikalischen Grundbausteine der Fotografie: Licht, Raum und die Spur der Zeit.

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Stillleben